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WLZ: Wertvolle Obstbäume erhalten

Waldeck-Frankenberg – Obstbäume sind Bestandteil klassischer Streuobstwiesen und säumen oftmals auch Feldwege. Ihre Bedeutung geht weit über eine kulinarische oder ortsbildprägende Eigenschaft hinaus. Darauf weist derLandschaftspflegeverband Waldeck-Frankenberg hin.

Ökologisch betrachtet bieten sie durch ihren hohen Strukturreichtum einer Vielzahl von Tieren eine Heimat, worun-ter viele Singvögel, kleine Säugetiere, Insekten und Fledermäuse fallen.
In einem größeren Zusammenhang gedacht, können solche Obstbaumbestände auch als Verbindung zu anderen Lebensräumen dienen, in der Ökologie bezeichnet man dies als Trittstein. In Anbetracht von immer weiter schrumpfenden Lebensräumen nimmt die Bedeutung solcher Trittsteine zu.

Allerdings sind Obstgehölze als von Menschen geprägte Nutzpflanzen auch auf dessen Pflege angewiesen. Ansonsten verkümmert ihr Fruchtertrag, sie vergreisen schneller und ihre zuvor angesprochen ökologischen Fähigkeitengehen zusehends verloren, so der Verband.
Um die Gemeinde Willingen in dieser Angelegenheit zu unterstützen, organisierte der Landschaftspflegeverband aufInitiative des Naturparks Diemelsee mit dem Geschäftsführer Benedikt Wrede einen Pflegeeinsatz mit einem spezialisierten Baumpflegebetrieb.
Zum Erhalt dieser wertvollen Bestände wurden ein Pflege- und Erhaltungsschnitt durchgeführt sowie Bruchäste entfernt und Baumkronen entlastet. „Der Landschaftspflegeverband ist prädestiniert dafür, den Kommunen im Bereich der Landschaftspflege Unterstützung zu biete“, erklärt der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Vollbracht, zugleich Bürgermeister der Stadt Waldeck.

Seit Gründung des Vereins zur Landschaftspflege sind bereits viele Maßnahmen im gesamten Kreisgebiet durchgeführt worden. „Dabei spielt die Freiwilligkeit eine große Rolle“, ergänzt Carsten Müller, Geschäftsführer des Vereins. Er betont: „Niemand wird zu etwas gezwungen und wir arbeiten immer auf Augenhöhe gemeinsam mit dem Naturschutz, der Landwirtschaft und den Kommunen.“

Unterstützt wird die Geschäftsstelle des Landschaftspflegeverbands nunmehr auch durch Laura Lachenicht. Eine weitere Mitarbeiterin werde den Verein im August ergänzen, damit die bereits begonnenen Projekte im gesamten Kreisgebiet auch fortgesetzt werden können.
Finanziert werden diese Pflegemaßnahmen an Bäumen zum überwiegenden Teil mit Geldern, die das Land Hessen zahlt, aber auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg unterstützt die Organisation.
Wer jetzt mit offenen Augen entlang des Diemelradwegs zwischen Hemmighausen und Rattlar unterwegs sei, entdecke manch einen dieser gepflegten Apfel- und Birnbäume. red

 

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