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Landschaftspflegeverband sorgt für die Nachhaltigkeit der Erfolge des „Naturschutzgroßprojektes Kellerwald-Region“

Eine maßgebliche Motivation zur Gründung des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Waldeck- Frankenberg im Jahre 2017 war es, einen Akteur zu installieren, um die erfolgreiche Arbeit des „Naturschutzgroßprojekts Kellerwald-Region“ (NGP) vor allem im Offenland nachhaltig weiterzuführen. Das NGP hatte als Projekt von nationaler Bedeutung in der Umsetzungsphase von 2009 bis 2018 zum Ziel, die einzigartige Landschaft des Naturparks Kellerwald-Edersee mit ihren ausgedehnten Buchenwäldern, mit Kleinmooren, Feuchtwäldern, Bachwiesentälern und einer kleinbäuerlichen Kulturlandschaft zu schützen und weiterzuentwickeln. 


Als Projektträger fungierte der Naturpark Kellerwald-Edersee. Die Notwendigkeit einer langfristigen kompetenten Projektbetreuung war schon während der aktiven Förderphase des Projektes deutlich geworden, so dass daraus die Idee zur Gründung eines LPV für den gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg entstand.


Der LPV kümmert sich daher seit seiner Gründung in Kooperation mit dem Naturpark Kellerwald-Edersee um die ausgedehnten Extensivgrünlandflächen sowie Magerrasen und Heiden. Im Offenland-Kerngebiet „Frankenau und Wesetal“ wird ein naturschutzkonformes Bewirtschaftungskonzept mit den jeweiligen Landnutzer unter Einsatz alter bedrohter Haustierrassen entwickelt und umgesetzt. Inzwischen ist die Region von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) als Hessens erste Arche-Region anerkannt worden.


Ob Mahd oder der Beweidung durch Ziegen, Schafe, Rinder – der LPV unterstützt durch seine langjährige Kompetenz in der naturschutzkonformen Flächenbewirtschaftung. Gemeinsam mit den Kollegen der Abteilung für Hessische Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) des Fachdienstes Landwirtschaft in der Kreisverwaltung wird gewährleistet, dass die Mehrarbeit der naturschutzkonformen Bewirtschaftung weiterhin über HALM gefördert werden kann. Der LPV ist dabei als bürgernaher Dienstleister ein direkter Ansprechpartner für die Landnutzer vor Ort und stimmt die Bewirtschaftungsvorgaben mit ihnen im Detail ab. Der Naturpark ist weiterhin Projektträger und wird durch den LPV in allen weiteren Fachfragen beraten.


Der LPV plant und organisiert außerdem zusätzliche Landschaftspflegemaßnahmen, wie Magerrasen-Entbuschung, Sondermahd von Feuchtwiesen und Niedermoorstandorten, Grünlandextensivierung, Obstbaum- und Heckenpflege, Artenhilfsprojekte (z. B. Arnika) und eine Vielzahl von weiteren Naturschutzmaßnahmen. In guter Zusammenarbeit mit den FFH-Manager, der unteren Naturschutzbehörde, der NABU-Ortsgruppe Frankenau sowie dem Regierungspräsidium Kassel werden die Maßnahmen des Pflege- und Entwicklungsplanes zum NGP nach und nach umgesetzt. Dabei kommt es insbesondere auf die gute konstruktive Kommunikation mit den Landnutzer an, um das Projekt in die Zukunft zu führen. Der Einsatz alter, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen hat dabei nicht nur in der Arche-Region Kellerwald eine besondere Bedeutung, sondern auch weit darüber hinaus.

 

Alte und gefährdete Haustierrassen...


...helfen in der Arche-Region Kellerwald bei der Landschaftspflege. Fotos: LPV Waldeck-Frankenberg

Bericht im DVL-Rundbrief im Winter 2022, Seite 26 - 27

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