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Soay Schaf

Das Soay-Schaf kam erst 1970 nach Deutschland, daher ist es auf der roten Liste der GEH in der Kategorie „Rasse aus anderen Ländern“ geführt. Typisch für es sind der kleine Körperbau, die langen Beine und der kurze Schwanz. Dazu kommen der braune Rücken und die helle Farbe an Bauch, Spiegel, Auge, Unterkiefer und Beinen; seltener ist die Farbgebung mit weißer Wolle und rötlichem Kopf. Die meisten Tiere sind behornt. Eine Schur ist bei dieser Rasse nicht nötig; die Wolle fällt normalerweise von selbst im Mai/Juni ab. Soay-Schafe sind aufgrund ihrer ursprünglichen Umgebung in Schottland sehr robust und anspruchslos, leiden selten unter Klauenkrankheiten oder Parasitenbefall und lammen meist problemlos ab, wodurch sie sich gut zur Landschaftspflege eignen. Der Milchertrag ist im Verhältnis zu ihrer Körpergröße sehr hoch, das magere Fleisch wird wegen seines Wildgeschmacks geschätzt. Hervorzuheben sind ihre Scheuheit und Schreckhaftigkeit, die eine Haltung mit Hütehunden erschwert, und ihr ausgeprägter Wandertrieb, der sie zu wahren Ausbrechmeistern werden lässt. 2021 waren 450 Tiere in Großbritannien registriert.

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